Performing Surgery

 

Torische Linsen

Grauer Star und Hornhautverkrümmung? Kein Problem!

 

Torische Linsen

Grauer Star - Operation Torische Linse.p

 

Besteht vor der Grauer Star Operation eine Hornhautverkrümmung (=Astigmatismus), kann dieser eventuell durch spezielle Linsen ausgeglichen werden. In der Regel kann eine Hornhautverkrümmung nur korrigiert werden, wenn eine Hornhautverkrümmung von 2 Dioptrien oder mehr besteht. Hierzu wird im Rahmen der Grauer Star Voruntersuchung zusätzlich zur Vermessung mit dem IOL-Master eine Hornhaut Topographie gemacht. Somit kann die torische Linse individuell berechnet und beim Hersteller bestellt werden.

 

Besteht vor der Grauer Star Operation eine Hornhautverkrümmung (=Astigmatismus), kann dieser eventuell durch spezielle Linsen ausgeglichen werden. In der Regel kann eine Hornhautverkrümmung nur korrigiert werden, wenn eine Hornhautverkrümmung von 2 Dioptrien oder mehr besteht. Hierzu wird im Rahmen der Grauer Star Voruntersuchung zusätzlich zur Vermessung mit dem IOL-Master eine Hornhaut Topographie gemacht. Somit kann die torische Linse individuell berechnet und beim Hersteller bestellt werden.

Eine torische Linse ermöglicht es nach der Operation in einer Entfernung ein scharfes Bild sehen zu können. Das bedeutet man kann entweder in der Nähe oder in der Ferne scharf sehen. Für eine optimale Sehstärke in beiden Distanzen ist daher auch nach der Operation eine Brille nötig. Möchte man nach der Operation in der Ferne ohne Brille scharf sehen (z.B. beim Autofahren oder beim Fernsehen), wird man eine Lesebrille benötigen. Möchte man nach der Operation des Grauen Stars in der Nähe scharf sehen, braucht eine Brille für die Ferne.

Torische Linsen eignen sich demnach unabhängig vom grauen Star für Menschen mit angeborener Hornhautverkrümmung. Torische Linsen werden in Mono- und Multifokalausführung hergestellt.

 

Torische Linsen - Was ist eine Torische Linse?

 

Torische Linsen sind eine Art von Intraokularlinsen (IOL). Sie werden im Rahmen der Operation des Grauen Stars anstelle der natürlichen Linse implantiert. Sie bleiben ein Leben lang im Auge und müssen meistens nicht wieder getauscht werden.

Kleine Markierungen am Rand der torischen Linse zeigen dem Augenarzt in welcher Achse die torische Linse eine Hornhautverkrümmung korrigiert. Während der Operation kann der Chirurg so die korrekte Lage der Linse überprüfen. Dem Patienten fallen dies Markierungen nachher nicht auf, da sie nach der Operation von der Iris verdeckt sind.

Torische Linsen funktionieren ähnlich wie torische Brillengläser. Eine torische Linse hat in unterschiedlichen Achsen unterschiedliche Brechwerte. Somit kann die asymmetrische Brechkraft des Auges ausgeglichen werden. Da man allerdings aufgrund künstlichen Linse die Fähigkeit zur  der Akkomodation verliert, kann man auch mit torischen Monofokallinsen „nur“ in einer Entfernung scharf sehen. Um in anderen Distanzen scharf sehen zu können, wird nach der Operation eine Brille benötigt. Meistens werden torische Monofokallinsen so gewählt, dass nach der Operation ein Sehen in der Ferne möglich ist und nur noch beim Lesen oder Arbeiten in der Nähe eine Brille notwendig ist.

Eine Alternative bieten torische Multifokallinsen. Diese bieten, wie Monofokallinsen, die Möglichkeit auf ein scharfes Sehen in allen Entfernungen auch ohne Brille.

 

Torische Linsen – Ablauf der Katarakt Operation

 

Die Implantation von torischen Linsen entspricht der Operation des Grauen Stars. Hier finden Sie eine kurze Übersicht über die wesentlichen Unterschiede bei der Katarakt Operation und Implantation von torischen Linsen.

Risiko bei der Implantation von torischen Linsen

Die Verwendung von torischen Linsen erhöht das Risiko für Komplikationen bei einer Katarakt Operation nicht. Dreht sich die Linse nach der Operation noch so kann es jedoch notwendig sein, die Linse im Rahmen einer weiteren Operation wieder in die korrekte Lage zu rotieren.

Topographie

Für die Berechnung torischer Linsen sind zusätzliche Messwerte notwendig. So ist neben der Vermessung der Hornhautarchitektur mit dem Keratometer, eine Hornhauttopographie dringend empfohlen. Beide Verfahren vermessen die Hornhautradien oder Hornhautbrechkräfte (so genannter flacher und steiler Hornhautmeridian) sowie die Achse des Hornhautastigmatismus und geben Aufschluss über den Grad der Regularität der Hornhautoberfläche.

Zeigt sich eine Form eines irregulären Astigmatismus (Asymetrie im Keratometer,  falschfarbenkodierte Darstellung der Radien- oder Brechwertkarte, etc) so kann dieser nicht durch torische Linsen ausgeglichen werden.

Markierung der korrekten Achse vor der Operation

Torische Linsen müssen exakt im Winkel der Hornhautverkrümmung implantiert werden. Nur dann können Sie einen vorliegenden Astigmatismus ausgleichen. Daher ist meist am Tag der Operation vor dem Eingriff eine zusätzliche Untersuchung notwendig. Hierbei wird am Auge des Patienten der richtige Winkel markiert. Dabei wird die Hornhaut entweder leicht angeritzt oder mit einem Marker markiert. Es kann auch ein Laser zur Markierung der richtigen Achse verwendet werden.

 

Nach der Implantation einer torischen Linse

Wissenschaftliche Studien haben wiederholt gezeigt, dass torische Linsen eine gute und sichere Möglichkeit zur Korrektur einer Hornhautverkrümmung im Rahmen einer Kataraktoperation bieten. Die Mehrheit der Patient ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis und eine Vielzahl der Patienten benötigt keine Brille nach der Operation. 97% Der Patienten würden sich erneut für eine torische Linse entscheiden.

 Bereits kurz nach der Operation ist die Sehkraft wiederhergestellt. Allerdings muss sich das Auge und insbesondere die Hornhaut erst von der Operation erholen. In dieser Zeit können verschiedene Beschwerden auftreten:

  • Fremdkörpergefühl am operierten Auge

  • Leichtes Brennen

  • Verminderte Sicht in der Dämmerung

  • Lichterscheinungen – sogenannte Halos, die um helle Lichtquellen herum sichtbar werden.

 

Achtung! Beachten Sie die Verhaltensvorschriften und Therapievorschläge ihres Augenarztes und nehmen Sie die Termine für Nachuntersuchungen. Nur so kann der Heilungsprozess optimal verlaufen.

 

Torische Linsen - Voraussetzungen für Torische Linsen

 

  • Hornhautverkrümmung: Torische Linsen werden zur Korrektur einer Hornhautverkrümmung verwendet. In der Regel werden torische Linsen erst ab einer Hornhautverkrümmung von mehr als 2 Dioptrien verwendet. Außerdem muss überprüft werden welche Form von Astigmatismus vorliegt, nicht jede Art von Hornhautverkrümmung kann mit torischen Linsen behoben werden. Daher wird eine Topographie der Hornhaut durchgeführt.

  • Augenerkrankungen: Im Rahmen der Kataraktoperation wird die natürliche Linse gegen eine künstliche Linse getauscht. Sollten jedoch aufgrund anderer Erkrankungen (Glaukom, Makuladegeneration, etc.) bereits Schäden in anderen Abschnitten des Auges entstanden sein, so können diese durch eine Linsenimplantation nicht behoben werden. Im Rahmen der Voruntersuchung besprechen Sie mit dem Augenarzt Ihre individuelle Situation.

  • Vorerkrankungen: Generell sollte sich die zu behandelnde Person in einem guten gesundheitlichen Zustand befinden. Auch wenn die Operation in Lokalanästhesie stattfindet ist es notwendig, dass Sie etwa eine halbe Stunde ruhig am Rücken liegen können. Weiters sollten Sie zum Zeitpunkt der Linsenimplantation weder schwanger noch in der Stillzeit sein.

  • Altersgrenze: Prinzipiell ist eine Operation in jedem Alter möglich. Über den optimalen Zeitpunkt einer Operation informiert Sie ihr Augenarzt in Betracht auf ihre individuelle Situation

 

Kosten für Torische Linsen im Überblick

 

Pro Auge betragen die Kosten für torische Monofokallinsen etwa 2.000 Euro. Die Preise unterscheiden sich hinsichtlich der Erfahrung und Ausstattung der Klinik.

Torische Monofokallinsen – Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Grundsätzlich werden die Kosten für torische Monofokallinsen von der gesetzliche Krankenkassen übernommen, sofern diese medizinisch notwendig ist. Dies ist beispielsweise bei einer Trübung der Augenlinse durch eine Katarakt der Fall. Private Krankenkassen sind auch dann zur Kostenübernahme verpflichtet, wenn die Patientin oder der Patient unter Alterssichtigkeit leidet und eine Laserbehandlung nicht den gewünschten Erfolg verspricht.

Torische Multifokallinsen

Pro Auge betragen die Kosten für torische Monofokallinsen zwischen 1.800 und 3.000 Euro. Die Preise unterscheiden sich hinsichtlich der Erfahrung und Ausstattung der Klinik. Die Kosten für torische Multifokallinsen werden in der Regeln nicht von den Krankenkassen übernommen.

 

Multifokallinsen - Welche Alternativen gibt es?

 

Pro

+ Entfernung des Grauen Stars 

+ Fehlsichtigkeitskorrektur

+ Von Krankenkasse bezahlt

Con

- (Lese)brille notwendig

Standardlinsen

Grauer Star - Operation Monofokal Linse - Standardlinsen.

 

Pro

+ Entfernung des Grauen Stars 

+ Fehlsichtigkeitskorrektur

+ Brillenfreiheit

Con

- Einmalige Kosten

- Nebenwirkungen

Premiumlinsen

Grauer Star - Operation Multifokal Linse Premiumlinse

 

Pro

+ Entfernung des Grauen Stars 

+ Fehlsichtigkeitskorrektur

+ Von Krankenkasse bezahlt

+ Korrektur des Astigmatismus

Con

- Erhöhtes Dislokationsrisiko 

Torische Linsen

Grauer Star - Operation Torische Linse.