
Katarakt
Jeder zweite Mensch über 80 hat einen Grauen Star.
Katarakt - Was bedeutet das?
Der Grauer Star, auch Katarakt genannt, beschreibt eine Trübung der Linse des Auges. Die häufigste Ursache ist ein erhöhtes Alter und eine Katarakt tritt meistens ab einem Alter von 60 Jahren auf. Diese Form der Katarakt wird auch altersbedingte Katarakt genannt.
Katarakt - Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
Symptome:
Verschlechterung der Sehkraft, Blendempfindlichkeit, Sehen „wie durch einen Schleier/Nebel“
Ursachen:
Alter, genetische Faktoren, andere Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus), Augenentzündungen, -verletzungen oder -fehlbildungen
Diagnostik:
Patientengespräch, Sehtest,Untersuchungen an der Spaltlampe
Behandlung:
Operation
Prognose:
Gute Erfolgsaussichten bei Operation
Katarakt - Ablauf: Von der Diagnose zur Operation
Selbstverständlich unterscheiden sich die Einzelheiten bei der Operation der Katarakt von Spital zu Spital. Hier erhalten Sie ein allgemeinen Überblick über den Ablauf der Operation der Katarakt: von der Planung über die Operation bis hin zur Nachkontrolle. Außerdem Finden Sie hier Tipps und Tricks worauf Sie bereits bei der Wahl Ihres Augenarztes und der Terminvereinbarung für die Voruntersuchung achten müssen, um die bestmögliche individuelle Beratung zu erhalten.
Katarakt- Diagnose
Gemeinsam mit ihrem Augenarzt finden Sie den optimalen Zeitpunkt für die Operation der Katarakt. Jährliche Kontrollen einhalten!

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Voruntersuchung - Katarakt
Durch eine genaue Kontrolle und Beratung im Spital wird vor der Operation garantiert, dass die perfekt Linse für Sie gewählt wird.
Katarakt - Operation
Meistens können Sie bereits am Tag der Operation wieder entlassen werden. Selten ist ein Krankenhausaufhalt notwendig.

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Nachkontrolle - Katarakt
Ihr Augenarzt betreut Sie nach der Operation und kontrolliert den Heilungsprozess . Bei Fragen ist unser Team rund um die Uhr erreichbar.
Katarakt - Häufige Fragen:
Der Graue Star (Katarakt) gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen im Alter – und seine Behandlung zu den häufigsten Operationen überhaupt.
Dr. Seiller-Tarbuk, Augenarzt und Spezialist für Kataraktoperationen, operiert am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien täglich mehrere Patientinnen und Patienten.
Im Gespräch erklärt er, woran man die Erkrankung erkennt, worauf es bei der Operation ankommt – und warum eine gründliche Beratung so wichtig ist.

Herr Dr. Seiller-Tarbuk, was genau passiert beim Grauen Star im Auge?
„Beim Grauen Star trübt sich die natürliche Augenlinse ein, die normalerweise völlig klar ist. Verantwortlich sind Eiweiße in der Linse, die sich mit den Jahren verändern. Das passiert ganz langsam und schleichend. Fast jeder Mensch entwickelt im Lauf des Lebens einen Grauen Star, wenn er nur alt genug wird.
Das ist also keine seltene Erkrankung, sondern ein ganz normaler Teil des Älterwerdens."
Woran merken Betroffene, dass etwas nicht stimmt?
„Viele beschreiben es, als würden sie wie durch Nebel oder eine beschlagene Scheibe sehen. Typisch sind außerdem eine zunehmende Blendempfindlichkeit, etwa beim Autofahren in der Nacht, blasser wirkende Farben und nachlassende Kontraste. Ein wichtiges Warnzeichen ist auch, wenn eine neue Brille kaum noch hilft. Wenn die Trübung dahintersteckt, bringt eine stärkere Brillenkorrektur irgendwann nichts mehr."
Wie groß ist der Eingriff, wenn operiert werden muss?
„Die Kataraktoperation ist heute ein echter Routineeingriff. Ich führe sie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien täglich fünf- bis zehnmal durch.
Dabei wird die getrübte Linse entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt. Der Eingriff ist nahezu schmerzlos, dauert nur wenige Minuten und gehört zu den am besten etablierten Operationen in der Medizin überhaupt."
Was passiert vor der Operation?
„Eine gründliche Voruntersuchung ist das A und O. In meiner Wahlarztordination vermesse ich das Auge mit modernen Geräten sehr genau, um individuelle Besonderheiten vorab feststellen zu können und die passende Kunstlinse exakt berechnen zu können.
Diese Vorbereitung entscheidet maßgeblich über das spätere Ergebnis. Je präziser die Messung, desto besser lässt sich das Sehen anschließend einstellen."
Gibt es auch schwierige oder komplexe Fälle?
„In Österreich sind wirklich komplexe Augen zum Glück selten, weil die meisten Patientinnen und Patienten früh und gut versorgt werden.
Erfahrung mit anspruchsvollen Fällen habe ich mir vor allem durch jährliche Hilfseinsätze im Ausland und durch Fortbildungen im Ausland, zum Beispiel in Indien, angeeignet. Dort sieht man Befunde in einem Ausmaß, das bei uns kaum vorkommt – diese umfassende Erfahrung mit komplexen Opereationen kommt am Ende auch meinen Patientinnen und Patienten in Wien zugute."
Bei den Linsen gibt es ja heute viele Möglichkeiten. Wozu raten Sie?
„Ich rate jeder und jedem, sich ausführlich über die verschiedenen Linsenoptionen beraten zu lassen. Die Kasse übernimmt nicht alles, aber das soll niemanden verunsichern:
Die Standardlinsen sind oft sehr gut und liefern hervorragende Ergebnisse. Und teure Linsen sind nicht unbedingt immer die beste Wahl. Es gibt keine "beste" Linse. Viel mehr muss die optimale Linse für jeden Patienten, seineTrotzdem ist es wichtig, individuell über alle Optionen zu sprechen, denn welche Linse am besten passt, hängt von den Augen, vom Alltag und von den persönlichen Erwartungen ab. Diese Entscheidung sollte man in Ruhe und gut informiert treffen."
Ein abschließender Rat?
„Regelmäßige augenärztliche Kontrollen lohnen sich, um Veränderungen früh zu erkennen. Und wer plötzlich Lichtblitze, einen Schleier vor dem Auge, Schmerzen oder eine rasche Sehverschlechterung bemerkt, sollte nicht abwarten, sondern das zeitnah abklären lassen."
Interview: Dr. med. Seiller-Tarbuk, FEBO
Facharzt für Augenheilkunde und Spezialist für Kataraktoperationen
Wien, Mai 2024
Katarakt - Linsentypen

Monofokal Linsen
Ermöglichen ein scharfes Sehen für eine Distanz. Beim Lesen und für die Zwischendistanz ist eine Brille notwendig.

Torische Linsen
Optimal für die Korrektur von einer Hornhautverkrümmung. Beim Lesen und für die Zwischendistanz ist eine Brille notwendig.

Multifokal Linsen
Ermöglichen ein scharfes Sehen für jede Distanz. Für all jene, die auf eine Brille komplett verzichten möchten.