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Der Graue Star (Katarakt)

Der graue Star (Katarakt) ist eine Linsentrübung die im Alter auftritt und durch eine Operation (Staroperation oder Kataraktoperation behandelt werden kann.



Was ist der graue Star?

Der graue Star wird oft auch als eine Katarakt bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Trübung der Linse des Auges. Ein grauer Star führt bei den betroffenen zu einer Sehverschlechterung, einer verstärkten Blendempfindlichkeit und zu einem Schleiersehen, dass oft als Sicht wie durch Nebel oder Milchglas beschrieben wird.

Was bedeutet Star und Katarakt?

Der Begriff Star stammt aus dem Mittelalter und bedeutete “starr”. Da durch fortgeschrittenen Grauen Star erblindete Augen nicht mehr fixieren können, fiel bei Betroffenen der starre Blick ins Leere auf. Einen fortgeschrittenen Grauen Star erkennt man an der grauen Pupille, die im gesunden Auge sonst schwarz ist. Bei den Griechen wurde der Graue Star aufgrund der Ähnlichkeit von herabfallendem Wasser, das dem Betrachtendem als weißlich und undurchsichtig erscheint, als Katarakt (griechisch: Wasserfall) bezeichnet.

Was ist die Ursache für einen grauen Star?

Es gibt eine Vielzahl an Gründen für einen grauen Star. Eine häufige Form des grauen Stars ist der Altersstar, auch cataracta senilis genannt. Dieser ist auf physiologische alterungsprozesse zurückzuführen. Weitere Ursachen für eine Katarakt können vielseitig sein. So können zum Beispiel Augenverletzungen oder Strahleneinwirkung, aber auch Diabetes, Entzündungen im Augeninneren, Linsenstoffwechsel-Defekte und gewisse Medikamente oder Drogen die Entstehung eines grauen Stars begünstigen.

Wie erkenne ich einen grauen Star?

Die Symptome eines grauen Stars wird oft lange Zeit nicht von den Betroffenen bemerkt. Es kommt zu einer langsamen Verschlechterung der Sicht. Farben, Kontraste und Konturen verblassen nach und nach und werden oft von den Betroffen erst nach einer Operation bemerkt. („Ich wusste ja gar nicht, dass mein Kleid so bunt ist“). Außerdem wird das Sehen zunehmend eingetrübt wie durch einen Nebel oder einen Schleier, durch den Gegenstände nur noch unscharf wahrgenommen werden. Auch eine deutliche Blendeempfindlichkeit, die oft besonders beim Autofahren in der Nacht wahrgenommen wird, ist ein klassisches Zeichen für eine Katarakt. Viele Patiente mit grauem Star beklagen, dass Sie beim Lesen oder Fernsehen sich zunehmend anstrengen müssen.

Hier noch einmal die häufigsten Symptome des grauen Stars zusammengefasst:

  • Blendung (Sonnenlicht, entgegenkommende Autos im Dunkeln)

  • Lichtscheu

  • Grauschleier/Schleiersehen

  • veränderte Brillenglasstärke (z.B. Lesen nun ohne Brille möglich)

  • Verschwommensehen

  • schlechteres Dämmerungssehen

  • verändertes Farbsehen

  • schlechteres Kontrastsehen

  • Doppel-, Mehrfachbilder oder Doppelkonturen

*diese Beschwerden können, aber müssen nicht alle vorhanden sein


Wann muss der Graue Star operiert werden?

Ob und wann eine Operation des Grauen Stars notwendig ist, entscheidet Ihr Augenarzt in Absprache mit dem Patienten. Der graue Star sollte dann operiert werden, wenn Sie sich im Sehen bzw. im Alltag beeinträchtigt fühlen. Für Autofahrer gilt, dass der graue Star dann operiert werden sollte, wenn die gesetzlichen Vorgaben für die Sehschärfe nicht mehr erfüllt sind. Lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt beraten.

Gibt es andere alternative Behandlungsmöglichkeiten?

Nein, nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht. Weder Augentropfen noch andere Präparate haben sich bisher als wirksam gegen den grauen Star erwiesen.

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?

Im Rahmen einer Voruntersuchung wird Ihr Auge genau untersucht und vermessen. Somit kann eine passende Kunstlinse für Ihr Auge berechnet werden.Nehmen Sie zu dieser Voruntersuchung bitte eine Liste aller Medikamente mit, die Sie einnehmen sowie Ihre Brillen, Vorbefunde und den ev. vorhandenen Allergiepass.

Abhängig von der jeweiligen Operationseinrichtung sind weitere Unterlagen wie z.B. Operationsfreigabe und Blutbefunde notwendig. Nach der Operation des grauen Stares werden Augentropfen angewendet.

Wenn das Eintropfen von Augentropfen für Sie schwierig ist, organisieren Sie bereits im Vorfeld jemanden, der dies für Sie übernimmt, da auf das Eintropfen keinesfalls verzichtet werden sollte.

Was passiert bei der Operation des grauen Stares ab?

Die Operation des grauen Stares ist eine der am häufigsten durchgeführten Operationen. Meistens erfolgt Sie ohne Narkose in örtlicher Betäubung mittels schmerzstillenden Augentropfen oder.

Durch einen kleinen Schnitt in die Hornhaut Hornhaut wird nach der Eröffnung der vorderen Linsenkapsel, die Linse mittels Ultraschall zerkleinert, die Linsenkapsel gereinigt und eine Kunstlinse in die Linsenkapsel eingesetzt. Nach der Operation erhalten Sie einen Salbenverband.

Die Operation dauert normalerweise etwa 20 bis 30 Minuten.

Welche Schwierigkeiten können nach der Operation auftreten?

Die Operation des grauen Stars ist verglichen mit anderen Operationen eine sehr sichere Operation. Ernsthafte Probleme treten selten auf und meistens nur dann, wenn andere Augenerkrankungen vorhanden sind. Manchmal können auch die anatomischen Bedingungen dazu führen, dass der Operateur die Operationstechnik ändern muss.

Kann es sein, dass ich nach einer Operation des grauen Stares nicht besser sehe?

In den meisten Fällen kann durch eine Operation eine deutliche Verbesserung des Sehvermögens erreicht werden. Eine Garantie dafür gibt es jedoch wie in allen Bereich des Lebens nicht. Wenn bei einem Patienten noch eine weitere Augenkrankheit vorliegt, beispielsweise eine Erkrankung der Netzhaut oder des Sehnerven, kann die Operation des grauen Stares nur den Anteil des Sehens verbessern, der durch den grauen Star bedingt war.

Über die bei Ihnen zu erwartende Sehverbesserung informiert Sie ihr Augenarzt.

Worauf muss ich nach der Operation achten?

  • Vermeiden Sie Drücken und Reiben am Auge

  • Wasser darf nicht in das operierte Auge gelangen (Besondere Vorsicht beim Duschen und Haare waschen)

  • Achten Sie auf körperliche Schonung, in den ersten Tagen (kein Sport, keine Saunabesuche, Tragen einer Sonnenbrille)

  • Eintropfen entsprechend der verordneten Therapie

  • Kontrolle beim Augenarzt etwa 10-12 Tage nach der Operation

Kratzen oder ein Fremdkörpergefühl im operierten Auge sind normal und nicht von langer Dauer.


Wann sollte ich sofort zur Kontrolle gehen?

Wenn eine Stärkere Rötung oder Schmerzen am Auge in den Tagen oder Wochen nach der Operation auftreten oder es zu einer Sehverschlechterung kommt, sollten Sie sofort zu einer Kontrolle kommen. Es könnte sich um eine Entzündung des Augeninneren handeln, die äußerst selten auftritt (1 in 1000 Fällen).

Wann bekomme ich eine neue Brille?

Oft kann sich die Brillenstärke in den ersten 3-4 Wochen nach der Operation noch verändern. Daher wird Ihre neue Brille erst nach dieser Zeit von Ihrem Augenarzt angepasst. In der Zwischenzeit können Sie ohne Bedenken Ihre frühere Brille tragen, wenn Sie mit dieser gut zurechtkommen. Alternativ können Sie zu kostengünstigen Brillen in Drogerien oder Supermärkten greifen. Fragen Sie Ihren Augenarzt in welcher Stärke Sie dies auswählen sollen.

Wann darf ich wieder Auto fahren?

Sie dürfen wieder Autofahren, sobald Ihr Augenarzt bestätigt, dass Ihr Sehvermögen den gesetzlichen Vorschriften für den Straßenverkehr entspricht.

Was ist ein Nachstar?

Nache einer Katarakt-Operation kann es zu einer Eintrübung der hinteren Linsenkapsel kommen. Diese äußert sich in einer Sehverschlechterung, die Monate bis Jahre nach der Operation auftreten kann. Dieser sogenannte Nachstar kann durch eine Lasersitzung beseitigt werden und tritt danach nicht mehr auf.


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