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Beurteilung des Kammerwinkels
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Die Beurteilung des Kammerwinkels ist ein wesentlicher Bestandteil der Augenheilkunde, insbesondere bei der Diagnose und Behandlung des Glaukoms. Verschiedene Klassifikationssysteme wurden entwickelt, um den Kammerwinkel zu bewerten und zu dokumentieren. Im folgenden soll eine Übersicht zu den bekanntesten Beurteilungsmethoden gegeben werden.
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Kammerwinkelbeurteilung - Van Herick Klassifikation
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Die Van Herick-Methode ist eine schnelle und einfache Technik zur Abschätzung der Kammerwinkelweite mithilfe der Spaltlampe. Dabei wird die Tiefe der vorderen mit der Dicke der Hornhautdicke in der Peripherie verglichen:
Grad 4: Tiefe der vorderen Kammer = Hornhautdicke (weit offen)
Grad 3: Tiefe der vorderen Kammer = 1/4 bis 1/2 der Hornhautdicke (mäßig offen)
Grad 2: Tiefe der vorderen Kammer = 1/4 der Hornhautdicke (mäßig eng)
Grad 1: Tiefe der vorderen Kammer < 1/4 der Hornhautdicke (sehr eng)
Grad 0: Keine sichtbare vordere Kammer (geschlossen)
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Hinweis: Diese Methode ist besonders nützlich für Screening-Untersuchungen und bei Patienten mit getrübter Hornhaut, bei denen eine Gonioskopie nicht möglich ist.
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