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Hyphäma

Hyphäma

ICD-10:   H21.0   Hyphäma

Ein Hyphäma ist eine Blutansammlung in der Vorderkammer des Auges. In Folge von Verletzungen, nach Operationen, bei Infektionen oder Entzündungen (z.B. hämorrhagische Iritis) kann es zu einer Einblutung in die vordere Augenkammer kommen. Im Laufe der Zeit sinken die Blutteilchen der Scherkraft folgend nach unten ab und es kommt zu einer horizontalen Spiegelbildung.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ursachen

Blut in der Vorderkammer

Symptome

Sehverschlechterung

Diagnostik

Spaltlampenuntersuchung, horizontale Blutspiegelbildung

Therapie

Ggf. Behandlung/ Abklärung der Ursache

Hyphäma - Definition

Als Hyphäma (griechisch „hypo“ = unter und „haima“ = Blut)   wird eine Blutansammlung in der Vorderkammer bezeichnet.

iD01_InhaltHinweis

Hyphäma, Vorderkammerblutung, Rotes Auge

Hyphäma - Symptome

Oft kommt es durch das Blut in der Vorderkammer zu Sehverschlechterung. Auch können Betroffenen sehr lichtempfindlich sein. 


Durch die Blutteilchen kann es zu einer Verlegung des Kammerwinkels kommen. Dadurch kann der Abfluss des  Kammerwassers gestört sein und es kann zu einer (Sekundärglaukom) Augendruckerhöhung kommen.

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Hyphäma – Ursachen & Risikofaktoren

Bei einem Hyphäma können unterschiedliche Ursachen für die Entstehung einer Blutung in die Vorderkammer sein.

Häufig kommt es nach Unfällen (z.B. stumpfes Trauma) zu einer Verletzung von Blutgefäßen in der Iris. Auch nach Operationen kann es zu Einblutungen in die Vorderkammer kommen.

Weiters kann es bei Infektionen oder Entzündungen zu Blutungen kommen. Spontane Blutung sind sehr selten (z.b juvenilem Xanthogranulom) 


  • Verletzung

  • Operation

  • Infektion

  • Entzündung

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Hyphäma - Diagnostik

Bei größeren Blutungen ist eine kleine Blutschicht bereits mit freiem Auge in der Vorderkammer zu erkennen. Kleiner Blutungen können nur unter der Spaltlampe sichtbar sein.

iD01_InhaltHinweis

Hyphäma oder Vorderkammerblutung

Hyphäma - Therapie

  • Bettruhe 

  • hochgelagerter Kopf

  • Augentropfen

  • (Drucksenkende Therapie

  • (Operation)


Ein Hyphäma sollte immer durch einen Augenarzt kontrolliert werden. Je nach Ursache kann auch eine Abklärung in einem Krankenhaus notwendig sein.


Wichtig ist das Auge und den Kopf möglichst ruhig zu stellen. So kann sich das Blut absetzen. Liegt eine entzündliche Ursache vor, so kann eine Therapie mit pupillenerweiternden Tropfen oder Kortison das Risiko für eine Ausbreitung der Entzündung Vernarbung reduzieren.


Auch die Regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks ist notwendig, um ein eventuell bestehendes Sekundärglaukom frühzeitig zu erkennen und womöglich irreversible eine Schädigung des Sehnervens zu verhindern. Sind die Augeninnendruckwerte erhöht, werden meist Drucksenkende Augentropfen/ Tabletten verordnet.


Eine operative Entfernung des Blutes aus der Vorderkammer ist nur in seltenen Fällen notwendig. 

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Hyphäma - Gallerie

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Rechtshinweis: Diese Seite enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden. Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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