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Grauer Star

Der Grauer Star (Katarakt)

ICD-10:   H26.9   Katarakt, nicht näher bezeichnet

Der graue Star wird oft auch als eine Katarakt bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Trübung der Linse des Auges. Ein grauer Star führt bei den betroffenen zu einer Sehverschlechterung, einer verstärkten Blendempfindlichkeit und zu einem Schleiersehen, dass oft als Sicht wie durch Nebel oder Milchglas beschrieben wird.

Der graue Star (Katarakt) ist eine Linsentrübung die im Alter auftritt und durch eine Operation (Staroperation oder Kataraktoperation behandelt werden kann.

Das Wichtigste auf einen Blick

Definition

Trübung der Linse

Ursachen

Alter, Erkrankungen (Blutzuckerkrankheit, Entzündungen), Verletzungen, Rauchen, Medikamente

Symptome

verändertes Farbsehen, Blendung, Grauschleier/Schleiersehen, Verschwommensehen, schlechteres Dämmerungssehen

Diagnostik

Untersuchungen (z.B. Spaltlampe), Patientengespräch, weitere Untersuchung je nach Ursache

Therapie

Operation

Prognose

Sehr gut

Grauer Star - Definition

Der Begriff Star stammt aus dem Mittelalter und bedeutete “starr”. Da durch fortgeschrittenen Grauen Star erblindete Augen nicht mehr fixieren können, fiel bei Betroffenen der starre Blick ins Leere auf. Einen fortgeschrittenen Grauen Star erkennt man an der grauen Pupille, die im gesunden Auge sonst schwarz ist. Bei den Griechen wurde der Graue Star aufgrund der Ähnlichkeit von herabfallendem Wasser, das dem Betrachtendem als weißlich und undurchsichtig erscheint, als Katarakt (griechisch: Wasserfall) bezeichnet.

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Grauer Star - Symptome

Die Symptome eines grauen Stars werden oft lange Zeit nicht von den Betroffenen bemerkt. Es kommt   zu einer langsamen Verschlechterung der Sicht. Farben, Kontraste und Konturen   verblassen nach und nach und werden oft von den Betroffen erst nach einer   Operation bemerkt. („Ich wusste ja gar nicht, dass mein Kleid so bunt ist“).   Außerdem wird das Sehen zunehmend eingetrübt wie durch einen Nebel oder einen   Schleier, durch den Gegenstände nur noch unscharf wahrgenommen werden.  Auch eine deutliche Blendeempfindlichkeit,   die oft besonders beim Autofahren in der Nacht wahrgenommen wird, ist ein   klassisches Zeichen für eine Katarakt. Viele Patiente mit grauem Star beklagen,   dass Sie beim Lesen oder Fernsehen sich zunehmend anstrengen müssen.


Hier noch einmal die   häufigsten Symptome des Grauen Stars zusammengefasst:


  • Blendung   (Sonnenlicht, entgegenkommende Autos im Dunkeln)

  • Lichtscheu

  • Grauschleier/Schleiersehen

  • veränderte   Brillenglasstärke (z.B. Lesen nun ohne Brille möglich)

  • Verschwommensehen

  • schlechteres   Dämmerungssehen

  • verändertes   Farbsehen

  • schlechteres   Kontrastsehen

  • Doppel-,   Mehrfachbilder oder Doppelkonturen


*diese Beschwerden   können, aber müssen nicht alle vorhanden sein

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Grauer Star – Ursachen & Risikofaktoren

Es gibt eine Vielzahl an Gründen   für einen grauen Star. Eine häufige Form des grauen Stars ist der Altersstar,   auch cataracta senilis genannt. Dieser ist auf physiologische Alterungsprozesse zurückzuführen.   Weitere Ursachen für eine Katarakt können vielseitig sein. So können zum   Beispiel Augenverletzungen oder Strahleneinwirkung, aber auch Diabetes,   Entzündungen im Augeninneren, Linsenstoffwechsel-Defekte und gewisse   Medikamente oder Drogen die Entstehung eines grauen Stars begünstigen.

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Grauer Star - Diagnostik

Die Diagnose eines grauen Stars erfolgt im Rahmen der Untersuchung des   Augenarztes. Hierbei kann der Augenarzt im Rahmen der Untersuchung mit der Spaltlampe die Linse des   Auges inspizieren und den Grad der bestehenden Trübung feststellen. Gemeinsam   mit weiteren Untersuchungen, wie dem Sehtest und der bestehenden Brechung   (Refraktion) des Auges, kann Ihr Augenarzt Sie bezüglich des optimalen   Operationszeitpunkts sowie ihres individuellen Risikos beraten.

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Grauer Star - Therapie

Wann muss der Graue Star operiert   werden?

Ob und wann eine Operation des Grauen Stars notwendig ist, entscheidet   Ihr Augenarzt in Absprache mit dem Patienten. Der graue Star sollte dann   operiert werden, wenn Sie sich im Sehen bzw. im Alltag beeinträchtigt fühlen.
 Für Autofahrer gilt, dass der graue Star dann operiert werden sollte, wenn   die gesetzlichen Vorgaben für die Sehschärfe nicht mehr erfüllt sind.


Gibt es andere alternative   Behandlungsmöglichkeiten?

Nein, nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht. Weder Augentropfen noch   andere Präparate haben sich bisher als wirksam gegen den grauen Star erwiesen.


Wie bereite ich mich auf die Operation vor?

Im Rahmen einer Voruntersuchung wird Ihr Auge genau untersucht und   vermessen. Somit kann eine passende Kunstlinse für Ihr Auge berechnet werden.Nehmen   Sie zu dieser Voruntersuchung bitte eine Liste aller Medikamente mit, die Sie   einnehmen sowie Ihre Brillen, Vorbefunde und den ev. vorhandenen  Allergiepass.


Abhängig von der jeweiligen Operationseinrichtung sind weitere Unterlagen wie   z.B. Operationsfreigabe und Blutbefunde notwendig. Nach der Operation des   grauen Stares werden Augentropfen angewendet.

Wenn das Eintropfen von Augentropfen für Sie schwierig ist, organisieren Sie   bereits im Vorfeld jemanden, der dies für Sie übernimmt, da auf das   Eintropfen keinesfalls verzichtet werden sollte.


Was passiert bei der Operation des grauen Stares?

Die Operation des grauen Stares ist eine der am häufigsten   durchgeführten Operationen. Meistens erfolgt Sie ohne Narkose in örtlicher   Betäubung mittels schmerzstillenden Augentropfen oder in parabulbärer Anästhesie.


Durch einen kleinen Schnitt in die Hornhaut wird   nach der Eröffnung der vorderen Linsenkapsel, die Linse mittels Ultraschall zerkleinert,   die Linsenkapsel gereinigt und eine Kunstlinse in die Linsenkapsel eingesetzt.   Nach der Operation erhalten Sie einen Salbenverband.

Die Operation dauert normalerweise etwa 20 bis 30 Minuten.

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Grauer Star - Prognose

Nach aktuellem Wissenstand gibt es derzeit noch keine medikamentöse   Therapie, die zur Behandlung des Grauen Stars angewendet werden kann.

Unbehandelt führt ein   Grauer Star nach und nach zu einer zunehmenden Sehverschlechterung bis hin zu   Erblindung des betroffenen Auges.

Durch eine Katarakt   Operation lässt sich die getrübte Linse dauerhaft entfernen und durch eine   künstliche Linse ersetzen, somit ist fast immer eine dauerhaft verbesserte   Sehkraft möglich.


Welche Schwierigkeiten können nach der Operation   auftreten?

Die Operation des grauen Stars ist verglichen mit anderen Operationen   eine sehr sichere Operation. Ernsthafte Probleme treten selten auf und   meistens nur dann, wenn andere Augenerkrankungen vorhanden sind. Manchmal   können auch die anatomischen Bedingungen dazu führen, dass der Operateur die   Operationstechnik ändern muss.


Kann es sein, dass ich nach einer Operation des   grauen Stares nicht besser sehe?

In den meisten Fällen kann durch eine Operation eine deutliche   Verbesserung des Sehvermögens erreicht werden. Eine Garantie dafür gibt es   jedoch wie in allen Bereich des Lebens nicht. Wenn bei einem Patienten noch eine weitere Augenkrankheit vorliegt, beispielsweise eine Erkrankung der Netzhautoder des Sehnerven, kann die Operation des grauen Stares nur den Anteil des Sehens verbessern, der durch den grauen Star bedingt war.

Über die bei Ihnen zu erwartende Sehverbesserung informiert Sie ihr   Augenarzt.


Worauf muss ich nach der Operation achten?

  • Vermeiden Sie Drücken und Reiben am Auge

  • Wasser darf nicht in das operierte Auge gelangen   (Besondere Vorsicht beim Duschen und Haare waschen)

  • Achten Sie auf körperliche Schonung, in den   ersten Tagen (kein Sport, keine Saunabesuche, Tragen einer Sonnenbrille)

  • Eintropfen entsprechend der verordneten Therapie

  • Kontrolle beim Augenarzt etwa 10-12 Tage nach der   Operation


Kratzen oder ein Fremdkörpergefühl im operierten Auge sind normal und   nicht von langer Dauer.


Wann sollte ich sofort zur Kontrolle gehen?

Wenn eine Stärkere Rötung oder Schmerzen am Auge in den Tagen oder   Wochen nach der Operation auftreten oder es zu einer Sehverschlechterung   kommt, sollten Sie sofort zu einer Kontrolle kommen. Es könnte sich um eine   Entzündung des Augeninneren handeln, die äußerst selten auftritt (1 in 1000   Fällen).


Wann bekomme ich eine neue Brille?

Oft kann sich die Brillenstärke in den ersten 3-4 Wochen nach der   Operation noch verändern. Daher wird Ihre neue Brille erst nach dieser Zeit   von Ihrem Augenarzt angepasst.
 In der Zwischenzeit können Sie ohne Bedenken Ihre frühere Brille tragen, wenn   Sie mit dieser gut zurechtkommen. Alternativ können Sie zu kostengünstigen   Brillen in Drogerien oder Supermärkten greifen. Fragen Sie Ihren Augenarzt in   welcher Stärke Sie dies auswählen sollen.


Wann darf ich wieder Auto fahren?

Sie dürfen wieder Autofahren, sobald Ihr Augenarzt bestätigt, dass Ihr   Sehvermögen den gesetzlichen Vorschriften für den Straßenverkehr entspricht.


Was ist ein Nachstar?

Nach einer Katarakt-Operation kann es zu einer Eintrübung der hinteren   Linsenkapsel kommen. Diese äußert sich in einer Sehverschlechterung, die Monate   bis Jahre nach der Operation auftreten kann. Dieser sogenannte Nachstar kann   durch eine Lasersitzung beseitigt werden und tritt danach nicht mehr auf.

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Grauer Star - Prävention

Es ist derzeit noch keine Methode zur Vermeidung der altersbedingten Katarakt bekannt,   allerdings können andere Risiken für das auftreten eines Grauen Stars   vermieden werden. Hierzu zählen beispielsweise das Vermeiden von   Röntgenstrahlung (z.B. durch Tragen einer Bleischutzbrille), sowie wie die   Vermeidung von Bulbus Traumen (z.B. durch Schläge beim Boxen oder die   Vermeidung gewisser Medikamente (Kortikosteroide, Multifitamin/Mineral   Ergänzungsmittel, Chlorpromazin, etc.).

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Rechtshinweis: Diese Seite enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden. Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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