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ALK (Netzhautlaser)

ALK (Argon Laserkoagulation)

ICD-10: iA06_ICD10 + iA07_ICD10Beschreibung

Eine Argon Laser Koagulation, kurz ALK, ist eine Therapiemethode zur Behandlung von Netzhauterkrankungen. Sie wird beispielsweise in der Behandlung von Netzhautrissen oder bei diabetischer Retinopathie zur thermischen Behandlung der Netzhaut verwendet. Eine Laserkoagulation kann ambulant durchgeführt werden und ist schmerzfrei.

ALK - Funktionsweise

Netzhaut Narben nach ALK Laserkoagulation

Bei der Laserkoagulation wird mit einem speziellen grün(-blauen) Argon   Laser gearbeitet.


Dieser wird gezielt   auf bestimmte Bereiche der Netzhaut angewendet. Die Laserstrahlen werden vom   Melanin im retinalen Pigmentepithel und der Aderhaut absorbiert. Hierdurch   kommt es zu einer lokalen Hitzeentwicklung, die zu einer „Verbrennung“ des   getroffenen Gewebes führt. Daraufhin sterben die Zellen ab und die Netzhaut   vernarbt im Laufe der Zeit.


Bei einer   Laserkoagulation handelt es sich um einen zerstörenden Eingriff. Das Ziel der   Behandlung ist daher in den meisten Fällen nicht die Verbesserung der   Sehkraft, sondern die gewollte Zerstörung einzelner Netzhautgebiete.

iD01_InhaltHinweis

ALK - Anwendungsgebiete

ALK Narben nach Netzhautlaser

Netzhautlöcher

Um zu verhindern, dass   Netzhautlöcher sich ausbreiten und zu einer Netzhautablösung führen, können   diese mit einer Laserkoagulation behandelt werden. Hierzu werden rund um das   Loch Laserherde gesetzt. Dies führt zu einer Vernarbung und somit zu einem   stärkeren Anhaften der Netzhaut.


Netzhautablösung

Nach einer   Netzhautablösung kann es notwendig sein, eine sogenannte Laser-Cerclage   durchzuführen. Dazu wird in der Peripherie ein mehrreihiger Ring aus   Laserherden gesetzt. Diese vernarben im Laufe der Zeit und verhindern bei   neuerlicher Netzhautablösung ein Voranschreiten der Abhebung ins Zentrum.


Diabetische Retinopathie

Bei schweren Formen   der diabetischen Retinopathie kann eine Laserbehandlung mit einem ALK   notwendig werden.

Hierbei werden   unterversorgte Gebiete der Netzhaut vorsorglich mit dem Laser zerstört.   Dadurch soll verhindert werden, dass das Auge neue Gefäße (Neovaskularisationen)   bildet, die in weiterer Folge zu Netzhautödem oder Glaskörperblutungen führen   können.

Bei der panretinalen   Laserkoagulation wird ein großer Teil der peripheren Netzhaut zerstört, um   Gesichtsfeldausfälle zu vermeiden, sollte der Abstand zwischen einzelnen   Herden daher mindestens eine Herdgröße betragen.


Sonstige Erkrankungen

Auch bei anderen   Krankheitsbildern, wie beispielsweise einer altersbedingten   Makuladegeneration, Mikro- oder Makroaneurysmen oder speziellen Formen von Makulaödemen kann eine Lasertherapie notwendig sein.

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ALK – Behandlung

Eine Laserkoagulation kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Vorab werden den Patienten pupillenerweiternde Augentropfen verabreicht. Dies führt dazu, dass die Betroffenen für einige Stunden verschwommen sehen. Außerdem werden vor Behandlungsbeginn schmerzstillende Augentropfen appliziert. Während des Lasers wird dem Patienten eine spezielle Lupe (Kontaktglas) auf das Auge aufgesetzt. Die Lasertherapie ist in der Regel nicht schmerzhaft, kann aber zu einem leichten Stechen führen. 


Unmittelbar nach der Behandlung können die Betroffenen für einige Zeit lang noch leicht verschwommen sehen. Auch das Herumschwimmen von einzelnen dunklen Flecken ist normal. 


Eine Laserkoagulation führt in der Regel nicht unmittelbar zu einer Sehverbesserung. 

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ALK (Netzhautlaser) - Gallerie

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