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Chorioretinopathia centralis serosa

Chorioretinopathia centralis serosa

ICD-10:   H35.7   Abhebung von Netzhautschichten

Chorioretinopathia centralis serosa Bei einer Chorioretinopathia centralis serosa kommt es in Folge einer funktionellen Störung der äußeren Blut-Retina-Schranke zu einer zentralen serösen Netzhautablösung (exsudative Amotio.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ursachen

psychologischer Stress, Kortisontherapie, Cushing-Syndrom, systemischer Lupus erythematodes, Schwangerschaft

Symptome

Sehverschlechterung (Meist einseitig, Verzerrungen, Mikropsie, Dyschromatopsie)

Diagnostik

Spaltlampenuntersuchung, Amsler-Gitter-Test, OCT, FAG

Therapie

Beobachtung, Lebenstilanpassung, Anpassung einer laufenden Kortisontherapie, Laser-Koagulation, Photodynamische Therapie, Eplerenon, Anti-VEGF Inhibitoren

Prognose

50% Rezidivrate

Chorioretinopathia centralis serosa - Definition

Chorioretinopathia Centralis Serosa, CRCS, CCS, Subretinale Flüssigkeit im OCT

Eine Chorioretinopathia centralis serosa beschreibt eine Erkrankung bei der es zu einer flüssigkeitsbedingten (serösen) Netzhautabhebung im Sehzentrum (Makula) kommt.

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Chorioretinopathia centralis serosa - Symptome

Eine Chorioretinopathia centralis serosa führt zu einer meist einseitigen Sehverschlechterung. Diese wird oft als Trübung wahrgenommen. Auch kann es zu einer unterschiedlichen Bildgrößenwahrnehmung (Aniseikonie) oder Veränderungen im Farbensehen kommen.

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Chorioretinopathia centralis serosa – Ursachen & Risikofaktoren

Chorioretinopathia centralis serosa – Ursachen & Risikofaktoren

Die genaue Ursache für die Entstehung einer chorioretinopathia centralis serosa ist noch nicht vollständig geklärt.


Sie entsteht meist aufgrund von Leckagen aus der Choriokapillaris, beispielsweise bei RPE Defekten. Besonders häufig sind Männer im jungen Alter betroffen. Weitere Risikofaktoren sind psychologischer Stress oder eine Typ-A-Persönlichkeit. Aber auch eine laufende Kortisontherapie, ein Cushing-Syndrom, systemischer Lupus erythematodes oder eine bestehende Schwangerschaft sind häufig mit einer Chorioretinopathie centralis serosa assoziiert.

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Chorioretinopathia centralis serosa - Diagnostik

Chorioretinopathia Centralis Serosa Spaltlampenuntersuchung

Spaltlampenmikroskop

Oft kann ein Augenarzt eine Chorioretinopathia centralis serosa bereits bei der Spaltlampenuntersuchung erkennen. Hierbei zeigt sich eine rundliche Abhebung im Bereich des schärfsten Sehens (Makula). Die subretinale Flüssigkeit kann klar, trüb oder fibrinös sein. Oft zeigen sich auch einzelne depigmentierte Stellen im Pigmentepithel.


Optische Kohärenztomographie (OCT)

Im OCT zeigt sich eine zentrale, meist kuppelförmige Abhebung der Netzhaut. Der Bereich zwischen Netzhaut und Aderhaut ist meist optisch leer. Gehäuft zeigen sich kleiner Pigmentepithelabhebungen oder Defekte im retinalen Pigmentepithel im Bereich der Abhebung.


Fluoreszenzangiographie (FAG)

Bei der Fluoreszenzangiographie können verschiedene, typische Veränderugnen beobachtet werden. Oft kommt es zu einem hyperfluoreszierenden Fleck in der Frühphase, der sich in der Spätphase langsam weiter ausbreitet und in den abgehobenen Bereich diffundiert. Der zunächst eher scharf abgrenzbare hyperreflektierende Punkt, wird im Verlauf größer und die Ränder verschwimmen. 

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Chorioretinopathia centralis serosa - Therapie

Bei über 70% der Betroffenen kommt es innerhalb von 3 bis 6 Monaten zu einer Heilung ohne zusätzliche Therapie. Daher wird bei der Erstdiagnose meist keine Therapie eingeleitet, sondern lediglich eine Verlaufskontrolle vereinbart. 


Zusätzlich wird nach Möglichkeit eine Stressreduktion sowie falls vorhanden ein Absetzen einer Kortisontherapie angeraten.


Bei etwa der Hälfte der Betroffenen kommt es allerdings im weiteren Verlauf erneut zu einer Verschlechterung. (Rezidiv).


Bei ausbleibender Besserung kann eine Laserbehandlung bei Leckagen die Heilung beschleunigen. Dabei ist jedoch die Lage der Leckage (außerhalb der fovealen avaskulären Zone) zu berücksichtigen. 


Liegen die Leckage Herde subfoveal, kann photodynamische Therapie erwogen werden. Hierfür wird meist eine reduzierte Verteporfindosis und Lichtintensität verwendet.

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Chorioretinopathia centralis serosa - Prognose

Bei etwa 50% der Betroffenen kommt es zu mehr als einer Krankheitsepisode

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Chorioretinopathia centralis serosa - Gallerie

Das Wichtigste auf einen Blick

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