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Mouche volantes

Mouche volantes

ICD-10:   H43.3   Sonstige Glaskörpertrübungen

Sehen Sie kleine, schwarze Punkte oder Flecken? Herumfliegende Mücken   oder haben das Gefühl vor Ihren Augen   schwimmt etwas herum? Dann leiden Sie vermutlich unter sogenannten Mouche   volantes (= Glaskörpertrübungen). Im Folgenden erfahren Sie, ob solche Mouche   volantes gefährlich sein können, wie diese überhaupt entstehen und ob es   Möglichkeiten gibt diese auch zu behandeln.


Mouche volantes werden   oft auch „Floaters“ genannt. Darunter versteht man ein Symptom, welches viele   Menschen betrifft. Auch wenn die Ursache, Trübungen des Glaskörpers, harmlos   ist, sollten Sie bei neu aufgetretenen Mouche volantes dennoch Ihren   Augenarzt aufsuchen.

Glaskörpertrübung sind für die Betroffenen oft störend, in der Regel allerdings harmlos.

Das Wichtigste auf einen Blick

Definition

Verdichtung des Glaskörpers

Ursachen

Alterungsprozess

Symptome

Bewegende, schwarze Punkte, Flecken oder Mücken

Therapie

Meistens nicht notwendig (Laser, Operation)

Komplikation

Ausschluss anderer Ursachen nur durch den Augenarzt möglich!

Mouche volantes - Definition

Mouche volantes sind Trübungen im Glaskörper (Corpus vitreum)   des Auges. Betroffene sehen diese als „dunkle, bewegliche Flecken“ im   Sichtfeld.


Der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich   übersetzt „fliegende Mücken“, da die dunklen Flecken von Betroffenen als   herumschwirrende Mücken bezeichnet werden.

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Mouche volantes Zeichnuung

Mouche volantes - Symptome

Je nach Ausprägung können Mouche   volantes unterschiedlich wahrgenommen werden. Die Betroffenen bemerken oft   schwarze, tanzende Punkte oder Fäden im Sichtfeld. Insbesondere beim Blick   auf eine helle Fläche wie eine weiße Wand, den Himmel, einen hellen   Bildschirm oder auch auf Buchseiten fallen diese Trübungen auf. Hierbei kommt   es zu einem verstärkten Lichteinfall in die Augen. Dadurch werfen die   Kollagen-Verklumpungen deutliche Schatten auf die Netzhaut, die von den   Betroffenen wahrgenommen werden.


Mouche volantes sind   harmlose Veränderungen, die im Alter auftreten. Allerdings gibt es andere   Augenerkrankungen, die durch sehr ähnliche Symptome auffallen und die   unbedingt behandelt werden müssen. Daher ist bei neu auftretenden oder   zunehmenden Veränderungen des Sehens eine Kontrolle bei einem Augenarzt immer   dringend empfohlen! Nur ein Augenarzt kann andere Erkrankungen ausschließen   und Mouche volantes diagnostizieren.


Ähnliche Symptome:   Glaskörperblutung

Eine Erkrankung, die   leicht mit den "tanzenden Mücken" verwechselt werden kann, sind   Einblutungen im Glaskörper (Glaskörperblutung). Dies kann insbesondere in   Folge eines Traumas oder einer Verletzung, aber auch bei Netzhautrissen oder   anderen Grunderkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) auftreten. Dabei kann Blut   in den Glaskörper eintreten und den durchsichtigen Glaskörper trüben.


Mouche volantes treten   meist plötzlich ein. Die Betroffenen sehen plötzlich zahlreiche kleine,   schwarze Punkte oder einen Schleier. Oft wird dies auch als eine Art von   „schwarzer Regen“ beschrieben, der plötzlich beginnt. Bei stärkeren Blutungen   können auch größere Flecken wahrgenommen werden.


Eine Möglichkeit Mouche   volantes von einer Glaskörperblutung zu unterscheiden besteht darin, dass   Glaskörperblutungen meist als großflächiger wahrgenommen werden und das   gesamte Auge trüben. Im Unterschied zu harmlosen Mouche volantes, sind   Glaskörperblutungen jedoch ein Notfall und können unbehandelt schwerwiegende   Folgen haben. Daher muss bei einer Zunahme oder dem Neuauftreten von   Sehbeschwerden stets eine Kontrolle beim Augenarzt erfolgen. Dieser bei einer   Blutung die Ursache umgehend ermitteln und behandeln.


Ähnliche Symptome:   Netzhautablösung

Auch bei einer   Netzhautablösung (Ablatio retinae) kann es zunächst zu ähnlichen Symptomen   kommen. Zu den ersten Anzeichen einer Netzhautablösung gehört das Auftreten   von Lichtblitzen, ein Flimmern aber auch ein Schleier oder Spinnennetz vor   den Augen.


Manchmal kommt es in   Folge eines Netzhautrisses auch zu leichten Blutungen, die ebenfalls als   „herumschwirrende schwarze Flecken“ oder „Rußregen“ wahrgenommen werden.

Eine Möglichkeit eine   Netzhautabhebung von Mouche volantes zu unterscheiden, besteht darin, dass   eine Netzhautablösung meist im dunklen stärker zu erkennen ist. Außerdem   tritt eine Netzhautablösung fast immer nur einseitig auf, während „Mouches   volantes“ oft beide Augen betreffen.


Ist die Netzhaut   bereits abgelöst, klagen die Betroffenen meist über einen „schwarzen Vorhang“   oder eine „dunkle Wand“ die sich von einer Seite aus vor das Auge schiebt.   Bei einer kompletten Ablösung können Teile aber auch das komplette   Gesichtsfeld ausfallen.


Bei Symptomen wie   „Rußregen“, „Lichtblitzen“ oder einem „Schatten im äußeren Gesichtsfeld“ muss   daher immer sofort ein Augenarzt aufgesucht werden. Eine Netzhautablösung   stellt einen Notfall dar, der oft operiert werden muss.

Hinweis:   Bei neu aufgetretenen Sehveränderung ist IMMER eine zeitnahe Kontrolle bei einem Augenarzt dringend empfohlen

Mouche volantes – Ursachen & Risikofaktoren

Der Glaskörper (Vitreus) füllt das Innere des Auges aus. Er hat eine   gelartige Substanz und befindet sich zwischen Linse und Netzhaut. Der   Glaskörper besteht zu 98% aus Wasser und ist durchsichtig, damit das Licht   durch das Auge auf die   Netzhaut fallen kann. Der Glaskörper enthält außerdem Hyaluronsäure und zarte   Bindegewebsfasern, die ebenfalls die Durchsichtigkeit des Glaskörpers   ermöglichen. Außerdem ist der Glaskörper von einer hauchdünnen Membran   umgeben, die an Netzhaut und Linse haftet und den Glaskörper so im Auge   fixiert. An manchen Orten ist die Glaskörper fester mit der Netzhaut   verbunden, insbesondere in der Netzhautmitte, am Sehnerv und in der   Peripherie.


Im Alter verflüssigt   sich der Glaskörper langsam. Dabei können sich die Fasern und Bestandteile   des Glaskörpers verdichten. Irgendwann sind die so entstandenen Mouche   volantes so dicht, dass Sie auch lichtundurchlässig werden. Bei Licht wird   der Schatten der Mouche volantes auf die Netzhaut geworfen und von den   Betroffenen als fliegende Mücken oder bewegende schwarze Punkte wahrgenommen.   Insbesondere beim Blick auf eine neutrale Fläche (beispielsweise eine weiße   Wand oder den Himmel können Mouche volantes auffallen.


Zusätzlich kann es   aufgrund der Verflüssigung des Glaskörpers auch zu einer Glaskörperabhebung   kommen. Dabei löst sich die Grenzmembran des Glaskörpers von der Innenfläche   des Auges ab. Der hintere Teil des Glaskörpers, welcher am Sehnerv anliegt,   kann nach einer hinteren Glaskörperabhebung eine ringförmige Verdichtung   bilden. Diese wird auch als Weissring oder Martegiani Ring bezeichnet.   Insbesondere zu Beginn kann eine solche Glaskörper-Grenzmembranabhebung von   betroffenen Personen als besonders störend empfunden werden. In der Regel   sinken Mouche volantes jedoch mit der Zeit ab und werden nicht mehr   wahrgenommen.

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Mouche volantes - Diagnostik

Die Diagnose Mouche   volantes ist eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, dass der Augenarzt im   Rahmen der Untersuchung kontrolliert, dass abgesehen von Mouche volantes,   keine weiteren Erkrankungen vorliegen. Hierfür ist eine Untersuchung an der   Spaltlampe notwendig. Dabei handelt es sich um ein spezielles Mikroskop,   welches es ermöglicht, die Innenseite des Auges, die Netzhaut (Retina), zu   betrachten. Manchmal ist es zusätzlich eine Kontaktglasuntersuchung   notwendig. Hierfür wird ihr Auge betäubt und anschließend eine Lupe auf ihr   Auge aufgesetzt. So kann noch weiter in die Peripherie der Netzhaut gesehen   werden.


Für diese Untersuchung   ist es notwendig die Pupille mit Augentropfen zu erweitern. Durch die   Augentropfen sieht man auch in den Stunden nach der Untersuchung für einige   Zeit unscharf. Sie dürfen in dieser Zeit nicht selbst mit dem Auto fahren.   Reisen Sie daher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto an.

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Mouche volantes - Therapie

Wenn Ihr Augenarzt „Mouche   volantes“ festgestellt hat und andere Ursachen ausgeschlossen wurden, ist   keine weitere Behandlung notwendig. Die schwarzen Flecken sind zwar störend,   aber vollkommen harmlos. In vielen Fällen verschwinden Sie von alleine wieder   oder werden nicht mehr als störend wahrgenommen.


Nur in seltenen Fällen,   sind die Mouche volantes so stark ausgeprägt, dass die Betroffenen in ihrem   Alltag dadurch stark eingeschränkt werden. Beispielsweise wenn die Schatten   die Lesefähigkeit einschränken, das Erkennen von Gesichtern stark   eingeschränkt ist oder sogar Einschränkungen bei der Berufsausübung bestehen.


Generell werden zwei   Therapieformen unterschieden:


Glaskörper Laser   (Vitreolyse)

Eine Möglichkeit bei   sehr störenden Mouche volantes ist eine Laser-Behandlung. Dabei können   größere Trübungen durch Laser zerstört und in kleinere Teile geteilt werden.   Diese Methode eignet sich nur für Trübungen, die in einem sicheren Abstand   zur Netzhaut und Linse liegen, da es sonst durch die Pulswelle des Lasers zu   Verletzungen des Auges kommen kann. Generell ist eine Laser-Vitreolyse ein   relativ sicheres Verfahren. Nur selten kommt es zu Druckschwankungen oder   anderen Komplikationen. Allerdings ist ein Erfolg nicht immer garantiert, da   die Trübungen nicht entfernt, sondern nur zerkleinert werden können.


Glaskörperentfernung   (Vitrektomie)

Bei der Entfernung des   Glaskörpers durch eine Operation (Vitrektomie) – wird der Glaskörper zu   komplett oder großen Teilen aus dem Augeninneren entfernt. Anschließend wird   das Auge mit einem Luft-/ Gasgemisch oder Flüssigkeit gefüllt. Diese   Operation muss in Vollnarkose durchgeführt werden und ist mit einigen Risiken   (Blutungen, Netzhautverletzungen, Infektionen, …) verbunden. Auch kann es zu   einer frühzeitigen Trübung der Linse kommen. Aus diesem Grund muss eine   operative Glaskörperentfernung gut überlegt werden und wird nur bei sehr   starker Seheinschränkung durchgeführt. Meistens ist das Risiko größer als der   Nutzen, den man sich von der Operation erwartet.

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Mouche volantes - Prognose

Obwohl sich Mouche   volantes in der Regel nicht wieder auflösen, bemerken viele Betroffene die   Trübungen nach einiger Zeit nicht mehr als störend. Je nach Ausprägung kann   es einige Tage manchmal aber auch Monate dauern, bis die Trübungen   „ausgeblendet“ werden.

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Mouche volantes - Prävention

Eine vorbeugende Maßnahme, die vor der Entstehung von Mouche volantes und der   Verklumpung von Kollagenfasern schützt, gibt es bisher noch nicht. Es handelt   sich hierbei um eine natürliche Alterungserscheinung, die im Laufe des Lebens   früher oder später alle betrifft.


Dennoch sollten sie   auf keinen Fall bei Sehveränderungen einfach abwarten. Um auszuschließen,   dass es sich um eine andere Ursache und tatsächlich „nur“ um Mouche volantes handelt,   ist zeitnah eine Kontrolle durch einen Augenarzt erforderlich. Auch wenn Mouche   volantes bereits bekannt sind, ist eine regelmäßige Kontrolle dringend   empfohlen. Hat man sich nämlich bereits an die Floater gewöhnt können   Symptome anderer Erkrankungen leicht übersehen werden.


Aus diesem Grund ist   eine Kontrolle der Augen zumindest einmal jährlich ab dem 40 Lebensjahr   empfohlen. Sollte Sie schon in einem jüngeren Alter unter Sehstörungen   leiden, dann entsprechend früher. Vorsorgeuntersuchung werden oft,   insbesondere bei Risikogruppen sogar von der Krankenkasse übernommen.

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Mouche volantes - Gallerie

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Rechtshinweis: Diese Seite enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden. Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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